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4 Min. Lesezeit

LFE European Asset Management Seriös? Test und Erfahrungen

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Warnung: LFE European Asset Management – dieser Webauftritt ist betrügerisch

Kurzfassung

Vorsicht, Betrug: Die Website www.lfeeuam.com hat amtlich bestätigten Identitätsmissbrauch betrieben und sich fücksichtslos als die regulierte Luxemburger Firma „LFE European Asset Management S.à r.l.“ ausgegeben. Diese offizielle Feststellung stammt von der Luxemburger Aufsicht CSSF (22.09.2021). Der betreffende Webauftritt ist daher als betrügerisch einzustufen.

Warum wir so klar warnen

  • Die CSSF hat in einer offiziellen Warnmeldung erklärt, dass die Website www.lfeeuam.com die Identität einer real existierenden, zugelassenen Gesellschaft "usurped the identity". Die echte Gesellschaft hat keinerlei Verbindung zu diesem Webauftritt. Zur CSSF‑Warnmeldung (PDF)
  • Die estnische Finanzaufsicht Finantsinspektsioon hat einen Hinweis veröffentlicht und auf die CSSF‑Warnung verwiesen.
  • Eine pauschale Entlastung ergibt die fehlende Erwähnung in anderen Aufsichtsregistern nicht. In der vorliegenden Recherche wurden keine belastbaren Gegenbeweise gefunden.

Was die betrügerische Website behauptete

  • Sie gab sich als „LFE European Asset Management S.à r.l.“ aus und nannte angebliche CSSF‑Registrierungsnummern sowie die Adresse in Luxemburg.
  • Die Domain, die in der Warnmeldung genannt wird, lautet: www.lfeeuam.com. Zusätzlich taucht aktuell der Name lfe-european.eu als Webauftritt mit diesem Namen auf, zu dem es jedoch keine amtliche Einordnung in der CSSF‑Warnung gibt.

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Die echte Gesellschaft existiert – aber wurde missbraucht

Die CSSF stellt klar, dass es die regulatorisch zugelassene Luxemburger Gesellschaft LFE European Asset Management S.à r.l. tatsächlich gibt. Registereinträge in mehreren europäischen Aufsichtsdatenbanken bestätigen die Existenz der echten Firma. Diese Tatsachen entlasten jedoch nicht die betrügerische Website: hier liegt Identitätsmissbrauch vor, also „Legitimations Borrowing“ durch Dritte.

  • Registereinträge und LEI‑Daten zeigen die regulierte Präsenz der echten LFE in Luxemburg.
  • Die CSSF erklärt ausdrücklich, dass die gefälschte Website keine Verbindung zur echten Firma hat.

Gibt es Opferberichte?

Direkt verifizierbare deutsche Geschädigtenberichte mit detailierten Transaktionsdaten konnten in der Recherche nicht gefunden werden. Es existiert jedoch ein Foren‑Thread, in dem Nutzende über die Domain diskutieren und Hinweise wie angebliche Mindestinvestitionen und Krypto‑Zahlungen nennen. Solche Forenbeiträge sind ein Indiz, aber kein Ersatz für gerichtliche oder behördliche Belege.

Typische Warnsignale dieses Falls

  • Identitätsdiebstahl einer echten Firma: Verwendung von Name, Adresse, Registrierungsnummern.
  • Unklare oder verschleierte Betreiberangaben auf der Website.
  • Erwähnte Zahlungsmethoden in Diskussionen: Krypto‑Zahlungen erhöhen das Risiko, weil Rückholoptionen begrenzt sind.
  • Unrealistische Renditeversprechen in inoffiziellen Beiträgen sind häufiges Scam‑Merkmal.
  • Mehrere Domains mit ähnlichem Namen: lfeeuam.com und lfe-european.eu deuten auf Versuch der Nachahmung hin.

Kurz: Was ist das Delikt hinter dem Auftritt?

Es handelt sich um ein klassisches Phänomen des Cybercrime, konkret um Impersonation und Identitätsbetrug. Täter nutzen den Namen einer regulierten Firma, um Vertrauen zu erzeugen, Anleger zur Einzahlung zu bewegen und anschließend Gelder abzusaugen. Techniken sind unter anderem gefälschte Webseiten, verschleierte Registrar‑Daten, Einsatz von Kryptowährungen und massenhaftes Marketing per Mail oder Callcenter.

Wie erkennen Sie unseriöse Broker generell?

  • Unglaubwürdige oder fehlende Lizenznachweise, oder die Nutzung fremder Registernummern.
  • Drängende Vertriebspraktiken: schnelle Entscheidungen werden eingefordert.
  • Unrealistische Renditeversprechen ohne nachvollziehbare Strategie.
  • Verschleierte Kontaktangaben, WHOIS‑Verschleierung, Server im Ausland ohne Impressum.
  • Zahlungen ausschließlich über Kryptowährungen oder private Zahlungsanbieter statt regulierter Zahlungsdienstleister.

Was kann Ritschel & Keller für Sie tun?

Unsere Kanzlei hat Erfahrung mit Fällen von Identitätsmissbrauch, Online‑Broker‑Betrug und grenzüberschreitendem Zahlungsfluss. Wir bieten:

  • Kostenlose Ersteinschätzung Ihres Sachverhalts.
  • Prüfung von Beweismitteln wie Screenshots, E‑Mails, Kontoauszügen und Kommunikationsprotokollen.
  • Juristische Schritte zur Schadensbegrenzung und mögliche zivilrechtliche Ansprüche.

Nutzen Sie unser Kontaktformular für eine erste Einschätzung: Ritschel & Keller Kontakt. Weitere Informationen zu Anlagebetrug und Online‑Brokern finden Sie in unserem Wissensteil: Anlagebetrug, Online‑Broker und Regulierung durch Finanzaufsichtsbehörden.

Abschlussbemerkung

Der Fall „LFE European Asset Management“ zeigt ein verbreitetes Muster: eine echte Firma wird missbraucht, um betrügerische Angebote zu legitimieren. Die betroffene Domain in der offiziellen Warnmeldung ist www.lfeeuam.com. Seien Sie misstrauisch bei ähnlichen Angeboten und holen Sie im Zweifel rechtlichen Rat ein. Wir unterstützen Sie dabei, die Lage zu bewerten und mögliche Schritte zu ergreifen. Detaillierte Hinweise zu Auszahlungsschwierigkeiten finden Sie hier: Auszahlung bei Trading‑Plattformen. Für eine persönliche Beratung erreichen Sie unsere Anwälte: Ritschel & Keller – Rechtsanwälte.

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