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Finio24 – Fake oder seriös? Unsere Erfahrungen

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Klare Warnung: Finio24 ist betrügerisch

Finio24 (Website: finio24.com) darf nicht als seriöser Online-Broker angesehen werden. Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA hat am 26. März 2026 eine offizielle Warnmeldung veröffentlicht, in der ausdrücklich vor Angeboten von Finio24 gewarnt wird. Die FMA stellt fest, dass der Anbieter keine Berechtigung hat, konzessionspflichtige Wertpapiergeschäfte in Österreich zu erbringen. Lesen Sie die offizielle Meldung hier: FMA-Warnmeldung zu Finio24.

Aktualisierung (28.05.2026): Mittlerweile hat auch die BaFin eine Warnmeldung veröffentlicht.

Warum diese Warnung so dringlich ist

  • Die FMA-Warnung ist eine amtliche Maßnahme und beruht auf der Einschätzung, dass Finio24 in Österreich unerlaubt aktiv ist.

  • Auf der Plattform finden sich zahlreiche Hinweise, die Verbrauchern Probleme bei Einzahlungen und Auszahlungen bereiten können.

  • Die Kombination aus einer amtlichen Warnung und undurchsichtigen Angaben auf der Website ist ein klassisches Warnsignal.

Wesentliche Fakten aus unserer Recherche

Aspekt

Ergebnis

Offizielle Warnung

FMA vom 26.03.2026 (siehe Link oben)

Website

finio24.com (Bitte nicht per Klick öffnen, nur als Text vermerken)

Impressumsangabe

Chordis Capital Limited; Company No. 12875472 (UK Companies House verifiziert)

Behauptete Aufsicht

FCA-Nummer 938599 wird genannt - in dieser Recherche nicht durch FCA-Registerauszug bestätigt

Auszahlungsregeln auf Website

Gebühren, Bonus-Restriktionen, 10% Ruhegebühr nach 6 Monaten

Impressum und rechtliche Zuordnung

  • Finio24 führt im Impressum die Firma Chordis Capital Limited an und nennt mehrere Adressen, unter anderem in Grossbritannien und der Schweiz.

  • Die Existenz einer Gesellschaft mit der Nummer 12875472 im britischen Companies House ist verifizierbar. Diese Feststellung belegt jedoch nicht, dass die Plattform reguliert oder zur Erbringung von Brokerage-Dienstleistungen berechtigt ist.

  • Auf der Website finden sich widersprüchliche und verwirrende Hinweise, etwa dass Handelsnamen nicht auf ein bestimmtes Unternehmen verweisen. Das erschwert die Rechtszuordnung erheblich.

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Welche operativen Risiken die Website selbst offenlegt

Die Plattform beschreibt in ihren eigenen «Deposit and withdrawal guidelines» mehrere Konditionen, die in der Praxis zu Konflikten führen können:

  • Fixe Auszahlungsgebühren - beispielsweise 50 USD/GBP/EUR für Banküberweisungen.

  • Kreditkarten-Gebühren und zusätzliche Bearbeitungsentgelte.

  • Bonusbedingungen mit hohen Mindesthandelsvolumina (zum Beispiel 25-faches Handelsvolumen), bevor Boni ausgezahlt werden.

  • Eine genannte «Ruhegebühr» von 10% monatlich bei mehr als 6 Monaten Inaktivität.

Solche Klauseln sind auf dubiosen Plattformen häufig Teil eines Mechanismus, der Auszahlungen erschwert und Druck auf Anleger erzeugt.

Betrugsmerkmale und Warnsignale

Aus den verifizierten Informationen lassen sich mehrere typische Red Flags ableiten. Diese sind nicht spekulativ, sondern basieren auf dokumentierten Tatsachen:

  • Amtliche Warnung der FMA wegen fehlender Berechtigung in Österreich.

  • Widersprüchliche Angaben zur Verantwortlichkeit; Handelsnamen werden nicht eindeutig zugeordnet.

  • Auf der Website deklarierte Gebühren- und Bonusmechaniken, die häufig in Auszahlungskonflikten enden.

  • Hinweis, dass Werbevideos nur illustrativ sind und alle Teilnehmer Schauspieler sind - das untergräbt Vertrauen in gezeigte Erfolgsgeschichten.

Das Deliktsphänomen: Cybercrime im Anlagebereich

Was steckt hinter Fällen wie diesem? Kurz geordnet:

  • Kriminelle Netzwerke nutzen professionelle Websites und gefälschte Identitäten, um Anleger anzulocken.

  • Ziel ist oft, Einzahlungen zu erhalten und später Auszahlungen zu verweigern oder zu erschweren.

  • Technische Mittel reichen von Social Engineering bis zu gefälschten Registern und manipulierten Dokumenten.

Diese Kriminalität verbindet finanzielle Motive mit moderner Digitaltechnik. Behördenwarnungen sind ein wichtiges Frühwarnsignal. In diesem Fall ist die FMA-Warnmeldung ein klarer Indikator für ein hohes Betrugsrisiko.

Fehlende Belege von Schadensfällen

In der vorliegenden Recherche konnten wir keine belastbaren, eindeutig zuordenbaren Erfahrungsberichte von Geschädigten finden, die Finio24 (finio24.com) zweifelsfrei betreffen. Das bedeutet nicht, dass keine Schäden entstanden sind. Häufig verlieren sich Hinweise in Foren, in anderen Handelsnamen oder hinter wechselnden Domains.

Wie wir als Kanzlei weiter prüfen können

  • Prüfung der behaupteten FCA-Nummer im offiziellen FCA-Register.

  • Technische Analyse von Domain, Hosting und WHOIS-Daten.

  • Gezielte Suche nach deutschsprachigen Geschädigtenberichten mit strenger Zuordnung zu finio24.com.

Wenn Sie dazu weitere Prüfung wünschen, sprechen Sie uns an. Unsere Kanzlei hat Erfahrung mit Fällen vergleichbarer Struktur, darunter Plattformen mit ähnlichen Auszahlungsbedingungen und irreführenden Impressumsangaben. Sie finden weitere Informationen auf unserer Wissensseite zu Online-Brokern: Online Broker und zu Regulierungsthemen: Regulierung durch Finanzaufsichtsbehörden.

Kostenlose Ersteinschätzung durch Ritschel & Keller

Sie sind unsicher, ob Sie betroffen sind oder wünschen eine rechtliche Bewertung? Ritschel & Keller bietet eine kostenlose Erstberatung an. Nutzen Sie dazu unsere Kontaktseite: Kontakt Ritschel & Keller oder informieren Sie sich zu typischen Problemen bei Auszahlungen: Auszahlung bei Trading-Plattformen.

Für eine schnelle Orientierung sehen Sie auch unsere Liste bekannter Plattformen: Broker-Warnliste. Informationen zu unserem Team: Rechtsanwälte Ritschel & Keller.

Abschließende Kernaussage

Finio24 (finio24.com) trägt mehrere eindeutige Warnmerkmale. Die FMA hat eine offizielle Warnmeldung herausgegeben. Aus Sicht unserer Kanzlei ist daher von einem betrügerischen Geschäftsmodell auszugehen. Dokumentieren Sie relevante Kontakte und Unterlagen und ziehen Sie rechtliche Beratung hinzu, wenn Sie betroffen sind.

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